Verstehen und Verständnis in der Mediation


Eine wichtige Aufgabe des Mediators besteht darin, den Konfliktparteien im Mediationsprozess zu größerem gegenseitigen Verständnis zu verhelfen. Diese Aufgabe des Mediators setzt neben mediativer Kompetenz, Erfahrung und ständiger Selbstreflexion ein hohes Maß an Verstehen und Verständnis für Einstellungen, Verhalten und Handeln der beteiligten Parteien voraus. Vor allem in verfahrenen Prozessen und schwierigen Situationen zeigt sich oft, dass dieses „Verstehen und Verständnis“ für das Verhalten, die Emotionen und Reaktionen der Parteien nicht immer gegeben sind und bei den Parteien dadurch ein Gefühl des „nicht verstanden werden“ oder „nicht geachtet werden“ entsteht. Vertieftes psychologisches Hintergrundwissen kann sich hier für den Mediator als sehr wertvoll erweisen.

Mit der Transaktionsanalyse (TA) und dem Kommunikationsmodell von Schulz von Thun lernen Mediatoren psychologische Modelle kennen, mit denen sie Gedanken, Gefühle, Reaktionen, Verhaltensmuster und Handlungsweisen von sich selbst und von den Konfliktbeteiligten besser verstehen können. Die Transaktionsanalyse verdeutlicht, in welcher Weise Menschen durch Erfahrungen, Einstellungen und Prägungen aus der Kindheit beeinflusst werden (können) und woher hemmende Glaubenssätze oder destruktive Einstellungen herrühren. Als Kommunikationskonzepte bieten die Transaktionsanalyse und auch das Kommunikationsmodell von Schulz von Thun die Möglichkeit, zwischenmenschliche Kommunikation zu beschreiben und zu erklären. Differente innere Einstellungen werden mit dem „Inneren Teammodell“ erklärbar und bearbeitbar.

Das Vertiefungsseminar vermittelt Grundlagenkenntnisse im Bereich Verstehen und Verständnis und ermöglicht, das eigene Verhalten und das Verhalten anderer bewusst zu erleben, zu verstehen und den manchmal für die Lösungsfindung notwendigen Perspektivenwechsel anzustreben.

Ziele des Fortbildungsseminars
Die Teilnehmer lernen sich selbst und andere besser kennen und verstehen. Sie erfahren, wie Persönlichkeitsmuster prägen, welche Einflüsse diese Muster auf zwischenmenschliche Beziehungen, auf ihre Befindlichkeit, auf Ihr Verhalten sowie auf ihre Handlungsfähigkeit haben. Sie lernen psychologische Modelle kennen und nutzen und können damit sowohl Ihre eigenen Gesprächsmuster, Einstellungen und Gefühle als auch die von den beteiligten Parteien identifizieren und prägende Verhaltensweisen analysieren. Sie erweitern ihre mediative Handlungskompetenz für Verstehen und Verständnis im Mediationsprozess und sind so in der Lage, eine vertrauensvolle Basis für verständnisvolle Beziehungen zu schaffen.

Zielgruppe: Mediatoren, die ihr psychologisches Wissen vertiefen und ihr Verstehen und Verständnis für menschliches Verhalten, Denken und Handeln erweitern möchten

Instituts- und Seminarleitung: Hannelore Neubert-Klaus
Mediatorin, Wirtschaftsmediatorin und Lehrtrainerin (BMWA®), cert. Lehr/trainerin (DVNLP), cert. Coach (ECA), Ausbildungsleitung mediationsorientiertes Coaching (med.or.c©) & Sportmediation, Psychologin, Psychotherapie

Fortbildung


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Verstehen und Verständnis in der Mediation




Termin: 
06.08. – 08.08.2018  (18 Stunden)

Zeiten:
Mo.     13.00 – 19.00 Uhr
Di.         9.00 – 19.00 Uhr
Mi.         9.00 – 12.00 Uhr

Abschluss:
IMCP Zertifikat "Verstehen und Verständnis in der Mediation"

Kontakt
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Kontaktdaten:
INSTITUT FÜR MEDIATION
Zertifiziertes Ausbildungsinstitut
Inhaberin: Hannelore Neubert-Klaus
Plankmühle 1 86511 Schmiechen
Tel. +49 (0) 8206 / 9030846
Fax +49 (0) 8206 / 541
info@institut-mediation.de
www.institut-mediation.de

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