Stimme, Sprache und Körpersprache in der Mediation

Zusammenhang zwischen eigener Persönlichkeit und Erfolg in der Mediation


Häufig kommen Mediationen gar nicht zustande, werden schon in den Anfängen beendet, verlaufen nur schleppend oder scheitern, weil das Vertrauensverhältnis zwischen Mediator und Medianten nicht gegeben ist, die „Chemie“ nicht stimmt.

Mediatoren sind sich oftmals nicht bewusst, wie wichtig ihr Erscheinungsbild, der erste Eindruck, der Klang ihrer Stimme und ein guter Rapport für das Zustandekommen einer Mediation sind und dass für den Erfolg einer Mediation neben ihrer fachlichen Kompetenz vor allem ihre Persönlichkeit, d.h. ihr authentisch allparteiliches Verhalten, ihre Achtsamkeit und ihre Empathie, von Bedeutung ist.

Für den Aufbau einer guten Beziehung sowie die Akzeptanz als kompetenter Vermittler im Konfliktfall spielen die elementaren Bestandteile der Kommunikation – Stimme, Sprache und Körpersprache – und deren bewusster Einsatz in allen Phasen der Mediation eine entscheidende Rolle. Durch stimmliche, sprachliche und authentisch körpersprachliche Interventionen kann der Mediator viel dazu beitragen, das kommunikative Miteinander und den Verlauf des Verfahrens positiv zu gestalten.

Die Stimme gilt als das Spiegelbild der eigenen Persönlichkeit. Eine feste, klangvolle, ausdrucksstarke Stimme vermittelt Kompetenz und Sicherheit. Ihr Klang kann Sympathie oder Antipathie erzeugen. Die Ausstrahlung des Mediators und der Eindruck, den er auf die Medianten macht, hängen zu 38 % von seiner Stimme, zu 55 % von seinem körpersprachlichen Ausdruck und nur zu etwa 7 % vom Wortinhalt ab.

Mediation ist in erster Linie ein Sprachprozess. Vom Erstkontakt bis zur Abschlussvereinbarung begleitet die Sprache als Instrument der Konfliktregelung den Mediationsprozess. Die Sprache in der Mediation dient vorrangig der Klärung, Verständigung und Konfliktlösung. Einen besonderen Stellenwert nehmen dabei die Fragen ein. Sie sind das wichtigste Mittel, mit dem Mediatoren einen Einigungsprozess begleiten und steuern.

Körpersprache ist der Spiegel aktueller Stimmungen und Gefühle. Die Körpersprache unterstreicht und verstärkt das Gesagte, kann aber auch Divergenzen zwischen Gesagtem und Befindlichkeiten ausdrücken. Offenheit, Verbindlichkeit und Empathie drücken sich auch nonverbal aus. Der Mediator sollte sich bewusst sein, dass er über seine Körpersprache, seine Mimik, Gestik und Körperhaltung und „wie“ er etwas sagt auf die Medianten wirkt und Einfluss auf sie nimmt. Er sollte auch in der Lage sein, über die Signale des Körpers seine eigene Befindlichkeit und die der Beteiligten zu erkennen und einzuschätzen und wissen, dass über Interventionen auch Gefühle und innere Haltungen verändert werden können.

Inhalte des Seminars:

  •  Stimme als Spiegelbild unserer Persönlichkeit
  •  die Sprache – das Werkzeug des Mediators
  •  Körpersprache und „der Köper spricht immer mit“
  • – Wirkung und Signale der Körpersprache– Körpersprache und Selbstmanagement
  •  Praktische Übungen und Rollenspiele zum Erproben und Reflektieren

Ziele des Seminars:

Die Teilnehmer lernen der eigenen Stimme mehr Ausdruck zu verleihen. Die Beobachtungs- und Wahrnehmungsfähigkeit für eigene Befindlichkeiten und die der Medianten sowie ihre körperlichen Ausdrucksformen und nonverbalen Signale werden geschärft. Die Beschäftigung mit diesen kommunikativen Instrumenten soll dazu beitragen, dass Mediatoren sich der Zusammenhänge der inneren Einstellungen und Körpersprache bewusst werden und Veränderungen durch entsprechende körpersprachliche Interventionen bewirken können.

Zielgruppe: Mediatoren, die sich mit der Wirkung und dem Einfluss ihrer Stimme, Sprache und Körpersprache auseinandersetzen möchten, um mit diesen Instrumenten gezielter
den Mediationsprozess zu unterstützen.

Instituts- und Fortbildungsleitung:
Hannelore Neubert-Klaus
Mediatorin, Wirtschaftsmediatorin und Lehrtrainerin (BMWA®), cert. Lehr/trainerin (DVNLP), cert. Coach (ECA), Ausbildungsleitung mediationsorientiertes Coaching (med.or.c©) & Sportmediation, Psychologin, Psychotherapie

28.04.2023 - 29.04.2023: Stimme, Sprache und Körpersprache in der Mediation
Zusammenhang zwischen eigener Persönlichkeit und Erfolg in der Mediation

Fortbildung


Stimme, Sprache und Körpersprache in der Mediation




Termin: (12 Stunden)
Termine in Planung
                
Zeiten:
Fr.      09.00 – 19.00 Uhr
Sa.     09.00 – 12.00 Uhr

Abschluss: IMCP Zertifikat "Stimme, Sprache und Körpersprache in der Mediation"

Kontakt
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Kontaktdaten:
INSTITUT FÜR MEDIATION
Zertifiziertes Ausbildungsinstitut
Inhaberin: Hannelore Neubert-Klaus
Plankmühle 1 86511 Schmiechen
Tel. +49 (0) 8206 / 9030846
Fax +49 (0) 8206 / 541
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